Sich richtig Ziele setzen & erreichen

Meine Herangehensweise ohne sich unter Druck zu setzen, sich nicht selbst fertig zu machen und den Weg zum Ziel zu genießen.

So, hier geht es nicht darum wie man sich SMART-Ziele setzt. Denn das kannst du schon überall nachlesen oder du fragst einfach ChatGPT!

Ich möchte dir einige Hinweise und Tipps mit auf dem Weg geben, wie du wirklich dranbleiben kannst.

1. „Weniger ist mehr!“

Egal, ob es lang- oder kurzfristigen Ziele oder To Dos sind, es geht darum, dass du dir bewusst machst, was du NICHT machen muss.

Am besten schreibst du dir auf ein Blatt Papier alles auf und fängst dann an herauszufiltern. Streiche alles weg, was dich NICHT voranbringt, sodass nur noch maximal 3 Punkte übrig bleiben. Das werden dann deine Ziele, auf die du dich nur fokussieren sollst.

„Und wie erkenne ich das, was ich herausstreichen soll?“ Entscheide zum Beispiel welches dieser Handlungen mehr oder bessere Ergebnisse liefern werden, ohne dass du so viel Zeit investierst (Pareto-Prinzip).

2. Prioritäten setzen

Ziele oder To Dos stehen in Konkurrenz zueinander um Zeit, Aufmerksamkeit und Energieaufwand. Eine von vielen Methoden zur Priorisierung ist die Four Burners Theorie. Um mehr auf deiner Liste wegzustreichen ist zu entscheiden, an welchem der vier Lebensbereiche (Arbeit, Familie, Freunde, Gesundheit) du als erstes arbeiten willst.

Das heißt aber auch, dass du die anderen drei Bereiche nach hinten stellst. Um es dir deutlicher zu machen, stell dir diese Frage „Wo bin ich bereit Abstriche zu machen?“ und „Kann ich mit diesen Abstrichen für einen bestimmten Zeitraum leben?“.

3. Aufschreiben

Vom Reden kam noch nie einer voran. Wie oft hast du das schon bei anderen erlebt oder bei dir selbst? Sobald du dir etwas aufschreibst, ist die Wahrscheinlichkeit viel höher, dass du es auch machst.

4. Verknüpfe deine Ziele mit einem Warum

Etwas zu erreichen steht immer in Zusammenhang mit einem Gefühl, was man haben möchte! Man bleibt eher am Ball, wenn das Ziel mit einem bestimmten Bild und Sinn verknüpft ist, das eine bestimmte Emotion und eher eine intrinsische Motivation hervorruft.

Stell dir Fragen wie „Warum möchte ich xyz machen?“ oder „Was wird mir xyz für ein Gefühl geben?“.

Anders ausgedrückt. Verbinde dein Vorhaben mit einer Vision (Bild einer Zukunft, das du haben möchtest) und einer Mission (Handlung, die du ausüben möchtest, um diese Vision zu erreichen). Und stelle dir ein Visionboard zusammen.

5. Positiv formulieren

Auch die Formulierung ist wichtig. Denn sie entscheidet, worauf du dich genau (unterbewusst) fokussierst. Einige Wörter sind automatisch mit negativen Gedankenketten verbunden.

Beispiel:

Negativ: „Ich will nicht mehr mit toxischen Kolleg:innen zusammenarbeiten.“
-> Diese Aussage führt dazu, dass du das Problem aus dem Weg gehst anstatt sie zu lösen. Und es zeigt nicht auf die genaue Handlung als Lösung, die du machen muss, um eine Veränderung hervorzubringen. Es holt auch nur Gefühle raus wie z.B. unangenehm es für dich ist und dann verhälst du dich auch so. Das strahlst du dann aus und ziehst somit keine Menschen an, die Positives aus dir hervorzaubern.

Positiv: „Ich will mehr mit Kolleg:innen zu tun haben, die mich inspirieren und von denen ich mehr lernen kann.“
-> Diese Aussage zeigt ganz genau wie du das Problem lösen kannst, indem du genau nach diesen Punkten bewusst und unterbewusst handelst: inspierende Kolleg:innen, mehr lernen.

6. Aufhören sich zu vergleichen

Jeder entscheidet für sich selbst, wie „groß“ seine Träume sind und was genau Erfolg bedeudet. Sich so mit anderen zu vergleichen, sodass nur noch Selbstzweifel und Selbstmitleid rausströmt, hindert dich letzten Endes daran voranzukommen. Dein Fokus liegt nämlich wieder auf das Negative.

Der bessere Vergleich wäre, wo du angefangen hast und wie weit du bereits gekommen bist.

7. Fixiert sein auf Plan einhalten anstatt flexibel zu sein

Man muss nicht immer alle Punkte abhaken, um zu sagen, dass man es geschafft hat. Man muss auch unterscheiden können, was man kontrollieren konnte und was nicht (Ja, es gibt so viele Faktoren!).

Es läuft nicht immer alles perfekt nach deinem ausgefertigten Plan. Denn kein Mensch auf dieser Welt kann vorhersehen. Das Einzige, was wir nur machen können, ist unseren Schritten flexibel an die gegebene Situation immer wieder anzupassen. Deswegen ist es wichtig, deine Ziele regelmäßig zu analysieren.

Und wie oft man darüber reflektieren soll, ist individuell. Es gibt hier kein Richtig und Falsch. Wenn bestimmte Herausforderungen auftauchen, die nicht eingeplant waren, passieren sie oft aus dem Grund, um dich in die richtige Bahn zu lenken. Auch wenn es sich zu Beginn nicht so anfühlt.

8. Deine Umgebung anpassen

Finde heraus, was dich ablenkt und dir die Entscheidung erleichtert.

Zum Beispiel willst du mehr Aufgaben in einer Stunde schaffen. Um nicht ständig aus dem Fokus herausgezogen zu werden, schaltest du dein Smartphone auf „nicht stören“ oder legst ihn woanders hin, wo du ihn nicht siehst.

Oder wenn dein Ziel mehr Wasser zu trinken ist, dann stellst du dir eine große Flasche direkt in deiner Nähe. Sobald du Durst hast, fällt dir die Entscheidung leichter nach der Wasserflasche zu greifen anstatt zur Küche zu laufen und was anderes zu holen.

Entscheidend ist auch mit wem du dich umgibst. Wenn du nur Leute hast, die täglich negativ auf dich einreden oder unzufrieden mit sich selbst sind, dann ist es fast unmöglich, positiv gestimmt zu bleiben und deine Ziele zu erreichen. Hier müsstest du versuchen, es auszugleichen, indem du weniger Zeit mit ihnen oder negativen News verbringst oder mehr Zeit mit positiven Menschen, Alleinzeit oder Aktivitäten und positive Informationen.

9. Genug Pausen einlegen

Es sind die Pausen, die zählen. Wir sind keine Maschinen, die durchgehend auf Höchstleistung laufen. Deswegen tust du dir selbst einen Gefallen, indem du mehr Puffer einplanst. So verhinderst du auch Burnout.

Und man ist produktiver, wenn man eine richtige Pause eingelegt hat. Wenn du ein schlechtes Gefühl oder Gewissen dabei hast, dann schau auf deine To Dos, um dich selbst zu bestätigen, dass du produktiv genug warst.

10. Sich mehr auf Routinen verlassen als nur Motivation

Dieser Motivationsschub, den man manchmal bekommt, hält nicht lange an. Deswegen soll man sich auch nicht darauf verlassen. Sobald er auftaucht, muss man direkt handeln.

Um dranzubleiben, brauchst du besonders am Anfang Disziplin, um eine Routine zu schaffen. Routinen helfen uns, Dinge einfach zu erledigen, ohne lange nachzudenken oder ins übermäßige Grübeln zu verfallen, die uns von Entscheidungen und Handlungen abhalten könnten.

11. Sich selbst feiern

Obwohl das selbstverständlich ist, vergessen es doch viele von uns! Es sind die kleinen Dinge im Leben, die wir feiern sollten. Egal wie winzig dieser Fortschritt auch sein mag. Aber jeder Schritt zählt. Jeder Schritt hat dich vorangebracht. Und sobald man gelernt hat auf die kleinen Dinge im Leben zu achten, fühlt man sich besser.

Erinnere dich daran, wo du angefangen hast.

12. Mehr Humor über die Fails

Nimm das Leben nicht zu ernst. Lach auch mal über deine Dummheiten und Fails, die du auf dem Weg gemacht hast. Wandle die Fehler um in eine lustige Story, wo du aus deinen Fehlern gelernt hast und wie sie dich vorangebracht haben.

Wie du sehen kannst, ist dein Mindset entscheidend, ob du das erreichst, was du dir vornimmst.

Und dazu kann dir der Kocho Planner helfen: Beispiel 1.